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Kommentar zur Woche 7 |
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22.02.2010 |
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Schweiz: Tauwetter in der Exportwirtschaft Die Schweizer Exportwirtschaft musste auch im Januar 2010 einen Rück-gang verzeichnen, so die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV). Mit einem nominalen Minus von 1.4 Prozent (im Vergleich zum Vorjahr) fiel der Rückgang der wertmässigen Güterexporte aber moderat aus. Zudem konnten einige Branchen bereits wieder Exportzuwächse verzeichnen. So stiegen die wertmässigen Exporte der chemischen Industrie um 6.2 Prozent, die Uhrenindustrie durfte sich über ein Plus von 2.7 Prozent freuen. Leider hat der Aufschwung aber noch nicht alle Branchen erreicht: Die Exporte der Beklei-dungsindustrie gingen um 25.4 Prozent zurück, die Fahrzeugexporte lagen wertmässig um 20.7 Prozent tiefer als vor einem Jahr. Auch die für die Schweizer Industrie wichtige Maschinen- und Elektronikindustrie hat noch nicht ganz zu ihrer alten Form zurückgefunden, ihre Exporte gingen im Janu-ar um 11.3 Prozent zurück. Eine Betrachtung der Exporte nach Zielmärkten zeigt, dass vor allem die Exporte nach Asien stark angestiegen sind (+9.6%), während die Exporte nach Nordamerika (-10.1%) und in die Europäische Union (-4.4%) weiter rückläufig sind. Deutschland und die USA, für die Schweiz die beiden wichtigsten Exportmärkte, importierten im Januar (wertmässig) 7.8 Prozent bzw. 10.8 Prozent weniger als im Januar letzten Jahres. Im Zuge der langsam anziehenden Konjunktur erwartet BAKBASEL für das Jahr 2010 gesamthaft für die Schweizer Wirtschaft ein nominelles Exportplus von 4.3 Prozent.
Deutschland: Erzeugerpreise sinken weiter Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Januar 2010 (gegenüber dem Vorjahr) erneut gesunken (-3.4%). Den grössten Einfluss hatte dabei erneut die Preisentwicklung für Energie, worauf sich rund drei Viertel der Veränderung des Gesamtindexes zurückführen lassen. Aber auch die Preise für Vorleistungsgüter waren rückläufig. So betrug z.B. der Rückgang der Preise für Metalle (gegenüber dem Vorjahr) 6.4 Prozent. Aufgrund weiter steigender Energiepreise und bedingt durch einen Basiseffekt erwartet BAKBASEL im Laufe des Jahres 2010 aber wieder ein Anziehen der Preise.
USA: Fed hebt Diskontsatz an Erstmals seit Dezember 2008 hat die US-Notenbank eine Verteuerung der Notkredite für Banken angekündigt: Sie hebt den Diskontsatz von 0.5 Pro-zent auf 0.75 Prozent an. Das Federal-Funds-Rate-Zielband beliess die Notenbank aber unverändert bei 0.0 bis 0.25 Prozent.
USA: Wider erwarten schnelle Erholung der Industrie Gemäss einer Mitteilung der US-Notenbank erholt sich die US-Industrie schneller als erwartet. So stieg die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im Januar (im Vergleich zum Vormonat) um 0.9 Prozent. Auch die Kapazitätsauslastung der Unternehmen ist so hoch wie seit Dezember 2008 nicht mehr. Sie lag im Januar bei 72.6 Prozent. BAKBASEL erwartet für 2010 eine weitere Erholung der US-Wirtschaft und rechnet mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandprodukts von 3.3 Prozent.
Schweiz: Steuerniveau für Hochqualifizierte Arbeitskräfte attraktiv Das neu publizierte Update des BAK Taxation Index 2009 für hochqualifizierte Arbeitskräfte ergibt, dass die Schweizer Kantone ihre hoch qualifizierten Arbeitskräfte im internationalen Vergleich nur mit moderaten Steuern und Abgaben belasten. Die Werte für die Kantonshauptorte liegen zwischen 24.0% und 37.3% der Bruttoarbeitskosten. Berücksichtigt man zusätzlich die Variation innerhalb der einzelnen Kantone, gewinnen fast alle betrachteten Kantone nochmals an Attraktivität: Viele Standorte in der Schweiz belasten das Einkommen deutlich tiefer als der jeweilige Kantonshauptort. Der Kanton Schwyz weist mit einer Minimalbelastung von 20,4% der hochqualifizierten Arbeitskräfte den tiefsten Wert innerhalb der Schweiz auf. Im europäischen Umfeld können die Schweizer Kantone gut bestehen. Konkurrenz für die Schweizer Kantone findet sich jedoch in Asien sowie in den USA. Die beo-bachtete Spanne der effektiven Steuerbelastung für hochqualifizierte Arbeitskräfte in den Hauptorten aller untersuchten 46 Standorte reicht von 11.6% in Singapur bis zu 56.5% in Belgien. |
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