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Services > News & Media > News > Archive 2009  
   

Kommentar zur Woche 2

09.01.2009
Produktivität im 3. Quartal 2008 weiter rückläufig
Der konjunkturelle Abschwung zeigt sich bereits deutlich in der Schweizer Produktivitätsentwicklung. Gemäss sda-BAK Stundenproduktivitätsindex ist die Schweizer Stundenproduktivität im dritten Quartal 2008 gegenüber dem Vorquartal um 0.3 Prozent zurückgegangen. Damit setzte sich die nunmehr seit Jahresbeginn 2008 negative Produktivitätsentwicklung fort. In der Folge lag das Schweizer Produktivitätsniveau im dritten Quartal um deutliche 1.2 Prozent unterhalb des entsprechenden Vorjahreswertes.
Die massive Verschlechterung der konjunkturellen Lage – BAK erwartet für das Schweizer Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2009 einen Rückgang um 0.7 Prozent – dürfte die Produktivitätsentwicklung auch in den kommenden Quartalen drücken.

Schweizer Arbeitslosigkeit im Dezember gestiegen
Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO ist die Schweizer Arbeitslosigkeit im Dezember 2008 gegenüber November relativ deutlich von 2.7 auf 3 Prozent gestiegen. Das ist die höchste Arbeitslosenquote seit fast zwei Jahren. Wie die um saisonale Effekte bereinigten Arbeitslosenzahlen zeigen, gehen rund 40 Prozent des im Dezember verzeichneten Anstieges auf das deutlich verschlechterte konjunkturelle Umfeld zurück. Der kräftige Anstieg der Schweizer Arbeitslosenquote ist damit bei weitem nicht nur auf saisonale Faktoren - wie etwa eine saisonal bedingt höhere Arbeitslosigkeit im Bau- oder Gastgewerbe - zurückzuführen. Hiervon zeugt auch, dass sich die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Vergleich zum Dezember 2007 um 9'750 Personen (+8.9%) erhöht hat. Nach Einschätzung von BAK wird sich die Schweizer Arbeitslosenquote (bereinigt um saisonale Schwankungen) bis zum Jahresende 2009 um fast einen Prozentpunkt auf 3.7 Prozent erhöhen (Stand Dezember 2008: 2.8%), während die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt 2009 um 0.5 Prozent zurückgeht.

Landesindex der Konsumentenpreise im Dezember 2008 weiter gesunken
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Dezember 2008 einen Rückgang um 0.5 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 103.4 Punkten (Dezember 2005=100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0.7 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 1.5 Prozent im November 2008 und von 2.0 Prozent im Dezember 2007. Die durchschnittliche Jahresteuerung für das Jahr 2008 betrug 2.4 Prozent. Für den Jahresdurchschnitt 2009 rechnet BAK in Folge der deutlich gesunkenen Ölpreise mit einer Schweizer Inflationsrate von nur noch 0.7 Prozent.

Leichte Abnahme der Schweizerischen Zementlieferungen
Die Inlandlieferungen 2008 der Schweizerischen Zementindustrie haben gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen. Lagen die Lieferungen per Ende September noch auf Vorjahreshöhe, so war im 4. Quartal 2008 ein Rückgang von 4.7 Prozent zu verzeichnen.
Gemäss Einschätzung von BAK dürften die realen Bauinvestitionen die Schweizer Konjunktur im Jahr 2009 wieder zunehmend stützen. Neben einer erwartungsgemäss positiven Entwicklung der öffentlichen Bautätigkeit sollten auch die realen Wohnbauinvestitionen an Dynamik gewinnen. Hierfür sprechen die zuletzt deutlich gestiegenen Baubewilligungen, die trotz der regen Bautätigkeit der letzten Jahre immer noch niedrigen Leerstände sowie ein durch tiefe Zinsen und mangelnde Anlagealternativen geprägtes Investitionsumfeld.

Auftragseingang der Deutschen Industrie bricht ein
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die deutsche Ausfuhr im November 2008 gegenüber dem Vorjahresmonat um 11.8 Prozent eingebrochen. Im Oktober 2008 betrug der Rückgang saisonbereinigt 10.6 Prozent. Erklärt wird der Einbruch durch Lieferrückgänge um 16.1 Prozent an EU-Länder im Nicht-Euro-Raum. Mit dem Euro-Raum betrug der Exportrückgang 12.9 Prozent, in Drittländer rund 7.8 Prozent. In den Bestellungen verzeichnete man, wie schon im Oktober, einen Rückgang um rund 6.0 Prozent ein.
Für das Jahr 2009 erwartet BAK für Deutschland einen deutlichen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts um 2.1 Prozent.

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