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Kommentar zur Woche 3

18.01.2007


In der Schweiz deutlich unterschiedliche Arbeitskosten je nach Wirtschaftszweig
Im Jahr 2006 beliefen sich die Arbeitskosten in der Schweiz im sekundären und tertiären Sektor gesamthaft auf durchschnittlich 53.90 CHF pro Arbeitsstunde. Der Anstieg von 2006 ist in erster Linie auf die höheren Löhne und Gehälter zurückzuführen, die die Unternehmen aufgrund des höheren Qualifikationsniveaus und der geringeren Anzahl tatsächlich geleisteter Stunden während der Berichtsperiode bezahlten. Die höchsten durchschnittlichen Arbeitskosten pro Arbeitsstunde weist mit 80.80 CHF das Kreditgewerbe auf, gefolgt vom Unterrichtswesen (66.55 CHF). Den grössten Anstieg gegenüber dem Vorjahr verbuchte mit 12.1 Prozent das Kreditgewerbe, während die Kosten im Unterrichtswesen kaum zunahmen (0.7%). Die Arbeitskosten im Gastgewerbe (2.9%) und im Handel (3.8%) legten weniger stark zu als der nationale Durchschnitt (4.5%).

Erfreuliche Zunahme der Übernachtungen im November 2007
Im November 2007 verzeichneten die Hotelbetriebe in der Schweiz 1.82 Millionen Logiernächte, das sind 172’000 mehr (+10%) als im November 2006. Diese positive Entwicklung geht sowohl auf das Konto der Schweizer Gäste (+8%) als auch auf jenes der ausländischen Besucherinnen und Besucher (+12%). Die Gäste aus Europa (ohne Schweiz), Amerika und Asien sorgten für Zunahmen um 10, 12 und 28 Prozent. Von Januar bis November 2007 lag die kumulierte Zahl der Logiernächte bei 33.8 Millionen. Dies entspricht im Vergleich zur selben Vorjahresperiode einer Zunahme von 3.9 Prozent. Diese Steigerung ist in erster Linie auf die ausländische Nachfrage (+5.9%) zurückzuführen, während bei den Schweizer Gästen ein geringeres Wachstum verzeichnet wurde (+1.3%). BAK Basel Economics erwartet für das Gastgewerbe im Jahr 2008 eine Expansion der realen Bruttowertschöpfung um 2.8 Prozent.

Zahl der Privatkonkurse 2007 knapp unter Höchstwert von 1994
Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Privatkonkurse erneut angestiegen und hat den Höchstwert von 1994 nur knapp verfehlt. Mit 6140 angemeldeten Konkursen lag die Zahl um 5.1 Prozent über dem Vorjahreswert, wie der Schweizerische Verband Creditreform (SCV) bekannt gab. Die Zunahme lag deutlich höher als im Vorjahr – in den drei vorangegangenen Jahren waren rückläufige Konkurszahlen registriert worden. In den Regionen wurden die Werte von 2006 mit Ausnahme von Zürich – dort nahmen die Konkurse um 1.7 Prozent ab – überall überschritten. Im Tessin hingegen fiel die Zunahme mit 36.7 Prozent klar aus. Auch in der Zentral- und Nordostschweiz wurden mit 17.1 beziehungsweise 10.5 Prozent deutlich mehr Konkurse über Personen verhängt. Die Konkurszahl in der Westschweiz hingegen blieb knapp auf dem Niveau des Vorjahres.

Mehr Baugesuche im Dezember in der Schweiz
Gemessen an den vom „Baublatt“ erhobenen Daten haben die Baugesuche in der Schweiz im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent zugelegt. Insgesamt resultierte allerdings für 2007 ein Rückgang von 4.6 Prozent. Mit 30'524 Gesuchen bewegten sich die Aktivitäten aber nach wie vor auf einem hohen Niveau. BAK Basel Economics erwartet für 2008 im Baugewerbe einen Rückgang der realen Bruttowertschöpfung um 1.2 Prozent.

„Beige Book“: Schwächeres Wachstum in den USA
Das von der US-Notenbank veröffentlichte „Beige Book“, in dem qualitative Aussagen zur Wirtschaftslage aus allen zwölf Fed-Distrikten präsentiert werden, konstatiert für die Periode von Mitte November bis Ende Dezember ein bescheidenes und im Vergleich zu früheren Perioden abgeschwächtes Wachstum. Das entspricht weitgehend dem Bild, das man sich in den letzten Wochen von Konjunkturindikatoren und Meldungen aus der Unternehmenswelt machen konnte. BAK Basel Economics rechnet mit einer Expansion des Bruttoinlandsprodukts der USA von 1.8 Prozent im Jahr 2008.

USA: Einzelhandelsumsatz im Dezember unerwartet schwach
Hohe Energiepreise und die Krise auf dem Immobilienmarkt haben die Kauflaune der Amerikaner im Dezember getrübt. Die US-Einzelhändler hatten im Dezember 0.4 Prozent weniger in den Kassen als im Vormonat, wie das Handelsministerium mitteilte. Ohne Berücksichtigung von Fahrzeugkäufen fiel der Umsatz ebenfalls um 0.4 Prozent. Damit setzten die Einzelhändler im 2007 4.2 Prozent (2006: +5.9%) mehr um als im Vorjahr.

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