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Kommentar zur Woche 16

18.04.2007


Schweizer Hotelbetriebe im Plus
Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) verzeichneten die Schweizer Hotelbetriebe dank guter Schneeverhältnisse und aussergewöhnlich viel Sonnenschein im Februar 2008 3.5 Millionen Logiernächte. Dies sind 10 Prozent mehr (+323'000) als im Februar 2007. Sowohl die Gäste aus der Schweiz als auch jene aus dem Ausland (je +10%) haben mehr Logiernächte gebucht. Für das Tourismusjahr Nov.07-Okt.08 geht BAK Basel Economics davon aus, dass die Zahl der Hotelübernachtungen insgesamt um 4.0 Prozent ansteigen wird.

Deutliche Steigerung der Schweizer Detailhandelsumsätze
Nach provisorischen Ergebnissen des BFS stiegen die nominalen Detailhandelsumsätze im Februar 2008 im Vergleich zum Februar 2007 um 9.3 Prozent. Verkaufstagebereinigt (Schaltjahr) beträgt die nominale Wachstumsrate 5.0 Prozent. Real betrug das Wachstum der Detailhandelsumsätze im Vergleich zum selben Vorjahresmonat 7.6 Prozent (verkaufstagebereinigt +3.3%). Zum Vergleich: Im Februar 2007 betrug die nominale Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahresmonat 2.9 Prozent (real +4.5%). Am stärksten fiel das nominale Wachstum in den Warengruppen «Nahrungsmittel» (+13.5%), «Getränke» (+13.1%) und «Wohnungseinrichtung» (+12.7%) aus. Einzig die Gruppe «Kultur» musste im Februar 2008 einen leichten Umsatzrückgang (-0.4%) hinnehmen. Für das Jahr 2008 geht BAK Basel Economics davon aus, dass die realen privaten Konsumausgaben um insgesamt 3.8 Prozent zulegen werden und der Schweizer Detailhandel dementsprechend auf Erfolgskurs bleibt.

Ölpreis über 115 Dollar
Der Ölpreis hat seine Rekordjagd fortgesetzt und ist erstmals über die Marke von 115 Dollar gestiegen. Öl hat sich in diesem Jahr damit bereits um fast 20 Prozent verteuert. In der Spitze verteuerte sich das Fass US-Öl auf 115.21 Dollar, ehe es wieder auf knapp unter 115 Dollar nachgab. Damit hat der Ölpreis den dritten Tag in Folge ein Rekordhoch markiert.

Preissteigerung in Deutschland
Laut aktuellen Zahlen des deutschen statistischen Bundesamtes haben sich die Verbraucherpreise und die Erzeugerpreise deutlich erhöht. Die Verbraucherpreise kletterten im Schnitt um 3.1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine höhere Teuerungsrate hatte es zuletzt im November mit 3.2 Prozent gegeben; das war zugleich das höchste Niveau seit Dezember 1993. Auch im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise mit 0.5 Prozent kräftig an. Grösster Preistreiber waren die Energiekosten. Sie trieben auch die Erzeugerpreise so kräftig in die Höhe wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Diese erhöhten sich deutlich um 4.2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist die höchste Teuerungsrate seit Dezember 2006. Im Jahresschnitt 2007 hatte sie lediglich zwei Prozent betragen. Die aktuellen Zahlen bestätigen die aktuelle Prognose von BAK. Sie rechnet für Deutschland im Gesamtjahr 2008 mit einem Anstieg der Konsumentenpreise um 2.6 Prozent.

Höhere US-Teuerung
Der Preisauftrieb in den USA hat sich im März beschleunigt. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat um 0.3 Prozent wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Allerdings waren sie im Februar noch unverändert geblieben. Rechnet man die stark schwankenden Bereiche Lebensmittel und Energie heraus, ergibt sich für März ein Preisanstieg von 0.2 Prozent. Die Erzeugerpreise in den USA erhöhten sich im März um 1.1 Prozent im Vergleich zum Februar. Auf das Gesamtjahr bezogen dürfte laut Schätzungen von BAK Basel Economics eine Teuerung von 3.9 Prozent resultieren.

Überraschender Anstieg der US Industrieproduktion
Die US-Industrie hat laut US-Notenbank ihre Produktion im März unerwartet gesteigert. Der Gesamtausstoss stieg im Vergleich zum Vormonat um 0.3 Prozent nach einem Minus von 0.7 Prozent im Februar. Im gesamten ersten Quartal 2008 schrumpfte die Produktion um 0.1 Prozent, dies war die schwächste Entwicklung seit Ende 2006. Die Kapazitätsauslastung lag im März bei 80.5 Prozent. Für die USA erwartet BAK ein reales BIP-Wachstum in 2008 von 1.7 Prozent.

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