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Services > News & Media > News > Archive 2008  
   

Kommentar zur Woche 19

09.05.2008


Schweiz: Jahresteuerung im April bei 2.3 Prozent
Der Landesindex der Konsumentenpreise erreichte im Monat April den Stand von 103.6 Punkten (Dezember 2005 = 100). Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 0.8 Prozent gegenüber dem Vormonat und 2.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg im Vormonatsvergleich ist saisonal beeinflusst und spiegelt hauptsächlich die Beendigung des Ausverkaufs im Bekleidungssektor wider, die eine Rückkehr zu regulären Preisen mit sich bringt. Die Zunahme des Landesindexes im April ist weiterhin auf höhere Preise für Alkoholische Getränke (+0.3%), Gesundheitspflege (+0.3%), Restaurants und Hotels (+0.2%), Freizeit und Kultur (+0.2%) sowie für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0.1%) zurückzuführen.

Insgesamt haben die Schweizer Inflationsraten in den letzten Monaten deutlich angezogen. Als grösster Teuerungstreiber erweist sich dabei die weltweite Hausse bei Rohstoffen, allen voran Erdöl. BAK Basel Economics geht davon aus, dass der Peak bei den meisten Rohstoffpreisen vorerst erreicht sein dürfte und rechnet angesichts der konjunkturellen Abschwächung, die auch den Preisdruck abschwächt, in den wichtigsten Verbraucherregionen der Welt mit einem leicht zyklischen Rückgang. Zudem zeigen sich für die Schweiz weitere Faktoren, die die Inflation abschwächen. Die importierte Inflation dürfte im Jahr 2008 durch einen stärkeren Aussenwert des Schweizer Frankens reduziert werden. Ausserdem werden Preissetzungsspielräume dadurch begrenzt, dass der Schweizer Binnenmarkt sich in wichtigen Bereichen im Prozess einer zunehmenden Marktöffnung befindet. Insgesamt erwartet BAK für den Jahresdurchschnitt 2008 trotz der hohen Preissteigerungen zu Jahresbeginn eine mit der Preisstabilität zu vereinbarende Inflationsrate von 1.7 Prozent.

Schweiz: Arbeitslosenquote stagniert
Bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren Ende April 2008 100'880 Arbeitslose eingeschrieben, 2'897 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 2.6 Prozent im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat verminderte sich die Arbeitslosigkeit um 11'949 Personen (-10,6%). Insgesamt wurden 154'894 Stellensuchende registriert, 4'137 weniger als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um -10.9 Prozent.
Nach der kräftigen Erholung des Arbeitsmarktes im vergangenen Jahr, erwartet BAK Basel Economics für die weitere Entwicklung der Erwerbstätigkeit einen etwas bescheideneren Verlauf. Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt machen sich neben einer zyklisch bedingten Abschwächung auch erste Anzeichen von Knappheiten bemerkbar. Vor allem in den höher qualifizierten Bereichen wird es zunehmend schwieriger, die ausgeschriebenen Stellen adäquat zu besetzen. Insgesamt erwartet BAK bei der Erwerbstätigkeit im Jahr 2008 einen abgeschwächten Anstieg von 1.2 Prozent. Im Gegenzug dürfte sich die Schweizer Arbeitslosigkeit im weiteren Jahresverlauf nur noch leicht reduzieren. Nach Einschätzung von BAK ist die konjunkturell bedingte Arbeitslosigkeit nach den deutlichen Rückgängen der letzten beiden Jahre zum Grossteil abgebaut. Deshalb erwartet BAK zum Jahresende 2008 eine saisonbereinigte Arbeitslosenquote von 2.4 Prozent.

Schweiz: Starke Zunahme der Logiernächte im März
Die Schweizer Hotelbetriebe verzeichneten im März 2008 3.6 Millionen Logiernächte. Dies entspricht einer Zunahme von 8.5 Prozent im Vergleich zum März 2007. Während die eher wetterabhängige inländische Nachfrage stagnierte (+0,1%), beträgt die Steigerung der Nachfrage bei den ausländischen Gästen 15 Prozent. Insbesondere die Nachfrage aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Belgien nahm stark zu. Jedoch waren die Ostertage in diesem Jahr im Gegensatz zum Vorjahr im März. Für eine aussagekräftige Beurteilung der touristischen Nachfrage im Frühjahr 2008 müssen deshalb die Ergebnisse vom April abgewartet werden. Die höchste Logiernächtesteigerung erfuhren die Bergtourismusregionen Graubünden, Wallis und Berner Oberland. Die städtischen Regionen Genf und Zürich mussten hingegen einen Logiernächterückgang hinnehmen.
Detaillierte Prognosen zum Schweizer Tourismus werden von BAK Basel Economics am 22.Mai 2008 veröffentlicht.

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