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Schweiz: robustes Wachstum im Detailhandel trotz verschlechterter Konsumstimmung Der Index der Konsumentenstimmung ist gemäss der durch das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO vierteljährlich durchgeführten Umfrage im April 2008 im Vergleich zur Januarumfrage stark zurückgegangen (von +14 auf +2). Trotz des markanten Rückgangs verbleibt der Index jedoch über seinem langfristigen Durchschnittswert (1972-2008) von -8 Punkten. Der Rückgang ist grösstenteils auf eine negativere Einschätzung der Haushalte zur wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen 12 Monate zurückzuführen. Jedoch spiegelt sich die gesunkene Konsumstimmung noch kaum in realwirtschaftlichen Daten wider. Gemäss den jüngsten Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) beträgt die reale Wachstumsrate der Detailhandelsumsätze in den ersten drei Monaten des Jahres robuste 1.8 Prozent.
Für das laufende Jahr sind die Aussichten im Schweizer Detailhandel insgesamt weiterhin gut, die Negativ-Risiken in Zusammenhang mit den Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die internationale Konjunkturentwicklung allerdings deutlich angestiegen. Grundsätzlich geht BAK Basel Economics von einer weiterhin stabilen allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sowie von einer positiven Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung aus. Die Dynamik indes dürfte in all diesen Fundamentalfaktoren deutlich geringer ausfallen als im vergangenen Jahr. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet BAK eine Steigerung der realen Umsätze um 1.7 Prozent.
Schweiz: stabile Anzahl Konkurse im Jahr 2007 Die jüngsten Ergebnisse der Betreibungs- und Konkursstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen, dass im Jahr 2007 in der Schweiz 10'700 Konkursverfahren eröffnet und 10'500 Konkurse erledigt wurden. Die Zahl der Konkurseröffnungen überstieg damit zum vierten aufeinanderfolgenden Mal die Schwelle von 10'000 Einheiten. Das entspricht knapp 30 Konkurseröffnungen pro Tag. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen relativ stabil. Die aus ordentlichen und summarischen Konkursverfahren entstandenen Verluste fielen 11 Prozent höher aus als 2006. Im Jahr 2007 wurden darüber hinaus 2,5 Millionen Zahlungsbefehle ausgestellt, das sind 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Kantone Zürich und Waadt verzeichneten im Jahr 2007 am meisten Konkurseröffnungen (je rund 1600). Es folgen die Kantone Bern (1260) und Genf (940).
Euro-Zone: Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2008 höher als erwartet Die Euro-Zone hat dem globalen Gegenwind in Form von Finanzkrise, Abkühlung in den USA und hohen Rohstoffpreisen im ersten Quartal 2008 etwas besser standgehalten als erwartet: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) wuchs laut vorläufigen Angaben des EU-Statistikamts Eurostat gegenüber dem Vorquartal real um 0.7 Prozent. Wesentlich zum guten Resultat beigetragen hat Deutschland. Das deutsche BIP wuchs mit 1.5 Prozent gegenüber dem Vorquartal ausserordentlich kräftig. Auch Frankreich konnte seine Leistung in den ersten drei Monaten des Jahres steigern, wenn auch auf einem viel tieferen Niveau.
Es ist jedoch zu früh um zu behaupten, dass die deutsche und französische Wirtschaft die Einflüsse der globalen wirtschaftlichen Abkühlung abgeschüttelt hätten und ein Wachstum beibehalten können, welches das Trendwachstum übersteigt. Insbesondere auch deshalb, weil die Konsumenten noch immer zurückhaltend sind. Auch der Gegenwind, dem sich die Industrie gegenüber sieht, hat nach einem guten Start ins Jahr angezogen. Die industrielle Produktion war im März rückläufig und in Deutschland hat die Auftragslage in jedem der vergangenen vier Monate nachgelassen. Der starke Euro und das unvorteilhafte Investitionsklima haben die ausländische Nachfrage belastet – letzteres drückt ebenfalls auf die Binnennachfrage. Dies beeinträchtigt die allgemeine Zuversicht der Wirtschaft: der Ifo Geschäftsklimaindex ist im April nach drei erfolgreichen Anstiegen gesunken; ähnlich ist der „Insee business climate“–Indikator nach ein paar starken Monaten gefallen. Die Bedenken sollten aber nicht überbetont werden. Der PMI beispielsweise zeigt für das verarbeitende Gewerbe nach wie vor ein Wachstum an. Die Zeichen einer zukünftigen Wachstumsverlangsamung sind jedoch unverkennbar. Für das gesamte laufende Jahr erwartet BAK Basel Economics ein BIP-Wachstum in der Euro-Zone von 1.7 Prozent.
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