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Produktivitätsindex im ersten Quartal 2008 rückläufig Gemäss dem sda-BAK Stundenproduktivitätsindex hat die Schweizer Produktivitätsentwicklung im ersten Quartal 2008 deutlich nachgelassen. Dies gilt insbesondere für den konjunktursensiblen Vorquartalsvergleich. Der Index erreichte im ersten Quartal 2008 einen Wert von 117.7 Punkten (1994=100). Gegenüber dem vierten Quartal 2007 bedeutet dies einen Rückgang um 0.4 Prozent. Im Vorjahresvergleich ergibt sich damit aber immer noch ein bescheidenes Produktivitätswachstum von 0.2 Prozent (Jahresdurchschnitt 2007: +0.4%). Die insgesamt schwache Produktivitätsentwicklung vom ersten Quartal 2008 ist nicht strukturell bedingt, sondern vor allem auf konjunkturzyklische Faktoren zurückzuführen. So hat das Schweizer Wirtschaftswachstum zum Jahresbeginn 2008 - ausgehend von einer aussergewöhnlich hohen Dynamik – an Schwung verloren. Der kräftige Aufwärtstrend am Schweizer Arbeitsmarkt setzte sich jedoch ungebrochen fort. Diese gegenläufige Entwicklung ist für die Spätphase eines konjunkturellen Aufschwungs nicht ungewöhnlich. Nach vier Jahren Hochkonjunktur spiegelt sie gewissermassen die Schwierigkeit der Schweizer Unternehmen wider, selbst schwächere Produktionssteigerungen mit den bestehenden Kapazitäten zu realisieren.
Schweizer Produktion wächst mit geringeren Raten Die Schweizer Unternehmen konnten ihre Produktion im ersten Quartal 2008 weiterhin ausbauen. Mit 4.3 Prozent fiel der Anstieg allerdings geringer aus, als dies noch in den letzten beiden Jahren der Fall war. Am stärksten war der Zuwachs bei den Gebrauchs- und Verbrauchsgütern. Aufgeteilt nach Branchen war der Anstieg beim Maschinenbau, beim Bereich „Gummi- und Kunststoffwaren“ sowie bei der Nahrungs- und Genussmittelindustrie am grössten. Die deutlichsten Rückgänge mussten die Textilindustrie und die Holzindustrie hinnehmen. Mit einer Zunahme von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis bewegte sich auch der Umsatz weiterhin aufwärts. Vor allem die Gebrauchsgüter waren für diese Entwicklung verantwortlich. Die Auftragseingänge stiegen mit 5.3 Prozent wiederum an, aber nicht mehr so stark wie in den vorangegangenen Quartalen. Bei den Aufträgen aus dem Ausland ist die gleiche Entwicklung festzustellen.
Detailhandel: nachlassendes Wachstum der Umsätze Die provisorischen Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigen im April 2008 eine Steigerung der nominalen Detailhandelsumsätze um 3.9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Verkaufstagebereinigt ergibt sich jedoch ein Rückgang um 8.1 Prozent. Real, d.h. teuerungsbereinigt, haben die Detailhandelsumsätze im Vergleich zum April 2007 um 2.4 Prozent zugelegt. Verkaufstagebereinigt sind sie jedoch um 9.4 Prozent zurückgegangen. Hinsichtlich der Hauptwarengruppen verzeichneten zwei der drei Gruppen im April 2008 eine nominale Umsatzsteigerung gegenüber April 2007 («Übrige Gruppen»: 8%, «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren» 5.9%). Die Hauptgruppe «Bekleidung, Schuhe» erfuhr hingegen einen Rückgang um 11 Prozent. Die kumulierten nominalen Umsätze der ersten vier Monate 2008 sind im Vergleich zur selben Vorjahresperiode um 3.6 Prozent gestiegen. Real, also inflationsbereinigt, entspricht dies einem Plus von 2 Prozent.
Nach den Umsatzrekorden des vergangenen Jahres sind die Aussichten für das laufende Jahr im Schweizer Detailhandel zwar verhaltener, aber insgesamt weiterhin gut. Die Negativ-Risiken in Zusammenhang mit den Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die internationale Konjunkturentwicklung sind deutlich angestiegen. Ein weiterer Risikofaktor besteht in der Gefahr stärker als erwartet ansteigender Teuerungsraten. Sollten die Teuerungsraten sich im Verlauf des Jahres nicht abschwächen, ist mit einer noch stärkeren Abschwächung der Nachfragedynamik zu rechnen. Grundsätzlich geht BAK Basel Economics aber von einer weiterhin stabilen allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sowie einer positiven Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung aus. Die Dynamik indes dürfte in all diesen Fundamentalfaktoren deutlich geringer ausfallen als im vergangenen Jahr. Insgesamt erwartet BAK für das Gesamtjahr 2008 eine Steigerung der realen Umsätze um 1.7 Prozent.
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