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Services > News & Media > News > Archive 2008  
   

Kommentar zur Woche 28

11.07.2008


Schweiz: Saisonal bedingter Rückgang der Arbeitslosigkeit
Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) mitteilt, waren Ende Juni 2008 91'477 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Dies sind 3689 Personen weniger als im Vormonat. Damit sank die Arbeitslosenquote von 2.4 Prozent im Mai 2008 auf 2.3 Prozent im Juni und erreicht damit den tiefsten Stand seit Juni 2002. Überdurchschnittlich stark von der Arbeitslosigkeit betroffen ist allerdings nach wie vor die lateinische Schweiz. Die höchste Arbeitslosenquote findet man mit 5.5 Prozent in Genf. Die Verbesserung der Arbeitslosenquote ist allerdings nur saisonal bedingt. Unter Ausklammerung der Saisoneffekte hat die Arbeitslosenzahl im Juni sogar leicht zugenommen (+185 Personen bzw. +0.2% im Vergleich zum Vormonat). Damit verharrte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote auf 2.5 Prozent. Vor allem in der Exportbranche und im Finanzbereich ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit in jüngster Zeit zum Stillstand gekommen. BAK rechnet bis Ende Jahr dennoch mit einem weiteren leichten Rückgang der Arbeitslosenquote auf saisonbereinigt 2.4 Prozent.

Schweiz: Starker Zuwachs an Logiernächten im Mai
Die schweizerische Hotellerie verzeichnete im Mai 2008 rund 2.7 Millionen Logiernächte. Gegenüber derselben Vorjahresperiode entspricht dies einer Zunahme von 270'000 Logiernächten (+11%). Davon fallen 106'000 Logiernächte auf eine erhöhte Binnennachfrage, das Nachfrageplus bei den ausländischen Gästen liegt bei 164'000 Logiernächten. Die stärkste absolute Zunahme gegenüber Mai 2007 verbuchten die Deutschen (+62'000 Logiernächte), gefolgt von den Niederländern (+13'000 Logiernächte) und den Gästen aus dem Vereinigten Königreich, Italien und Frankreich (je +12'000 Logiernächte). Mit insgesamt 418'000 Logiernächten war die Tourismusregion Zürich am besten besucht. Der Grund für die Zunahme dürfte den trockenen und weitgehend sonnigen Wetterverhältnissen zuzuschreiben sein. Für das gesamte Tourismusjahr 2008 (November 2007 bis Oktober 2008) erwartet BAK gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs an Logiernächten von 5.0 Prozent.

Schweiz: Anzahl Landwirtschaftsbetriebe weiter rückläufig
Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz hat sich im Zeitraum von 2005 bis 2007 von rund 63'600 auf knapp 61'800 Betriebe reduziert. Seit dem Jahr 2000 haben 12 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe ihre Tätigkeit eingestellt. Vom Strukturwandel betroffen sind dabei vor allem kleine Betriebe. Gestiegen ist allerdings die Anzahl Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 25 Hektaren und mehr (+16% seit dem Jahr 2000). Seit 2005 gesunken ist ebenfalls die Anzahl der Biobetriebe. Auch hier gaben vor allem kleinere Biobetriebe ihre Tätigkeit auf. BAK rechnet für das Jahr 2008 mit einem leichten Rückgang der landwirtschaftlichen Wertschöpfung um 0.3 Prozent.

Deutschland: Ausfuhren im Mai steigen nur noch um 2.5 Prozent
Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die deutschen Ausfuhren im Mai 2008 um 2.5 Prozent gestiegen. Der Wert der deutschen Exporte betrug im Mai 2008 80.8 Milliarden Euro und erreicht damit ein Jahrestief. Schleppend verlief vor allem der Export in die Euro-Länder.

Eurozone: Europäische Wirtschaft verliert an Fahrt
Die Industrie in den grossen Euroländern hat ihre Produktion im Mai übererwartet kräftig gedrosselt. Im Vergleich zum Vormonat ging der Ausstoss in Frankreich um 2.6 Prozent zurück, die italienische Industrie reduzierte ihren Output um 1.4 Prozent und auch in Deutschland stellten die Unternehmen saison- und preisbereinigt 2.4 Prozent weniger her als noch im Vormonat. Für die kommenden Monate rechnet BAK mit einer anhaltenden Abschwächung der Eurokonjunktur. Damit dürfte das gesamtwirtschaftliche Wachstum der Eurozone im Jahr 2009 nur noch 1.4 Prozent betragen (2008: +1.7%).

USA: Talfahrt am Immobilienmarkt setzt sich fort
Die Talfahrt am US-Immobilienmarkt ist noch nicht zu Ende. Die Anzahl verkaufter bereits bestehender Eigenheime ist im Mai weit stärker gefallen als erwartet. Der entsprechende von der US-Immobilienmaklervereinigung (NAR) publizierte Index sank um 4.7 Prozent auf neu 84.7 Punkte.

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