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Kräftiger Anstieg der Detailhandelsumsätze in der Schweiz Nach den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) sind die nominalen Detailhandelsumsätze im Mai 2008 im Vergleich zum Mai 2007 um 9.3 Prozent gestiegen, dies bei gleicher Anzahl Verkaufstage. Teuerungsbereinigt (anhand des Konsumentenpreisindexes), haben die Detailhandelsumsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7.4 Prozent zugelegt. In allen drei Hauptwarengruppen zeigte sich eine positive Entwicklung. Am meisten zugelegt haben die Umsätze der Hauptgruppe «Bekleidung, Schuhe» (+12.6%), gefolgt von «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren» (+11.6%) und «Übrige Gruppen» (+6.7%). Die grössten Zuwächse der nominalen Umsätze wurden in der Gruppe «Do-it-yourself, Freizeit» verbucht. Mit «Küche, Haushalt» und «Kultur» verzeichneten nur gerade zwei Gruppen negative Werte.
Für das zweite Halbjahr erwartet BAK Basel Economics eine weniger dynamische Entwicklung im Detailhandel, dennoch sind weiterhin stabile Wachstumsraten zu erwarten. Detaillierte Prognoseergebnisse für den Schweizer Detailhandel und die Konsumentwicklung in der Schweiz werden von BAK Basel Economics Ende Juli im Rahmen der Publikation CH-Konsum veröffentlicht.
Gesamtarbeitsvertragliche Lohnabschlüsse 2008 in der Schweiz: Effektivlöhne erhöhen sich um 2.2 Prozent Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte, haben die Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) für 2008 eine nominale Effektivlohnerhöhung um 2.2 Prozent beschlossen. Davon werden 1.6 Prozent generell und 0.6 Prozent individuell zugesichert. Aufgrund der starken Teuerung für das Jahr 2008 dürfte die Kaufkraft der Löhne aber einen leichten Rückgang erfahren. Die deutlichsten Lohnerhöhungen verzeichneten die Branchen Nachrichtenübermittlung (+3.9%), Grosshandel, Landverkehr und kantonale öffentliche Verwaltung (alle +2.9%). Demgegenüber registrierten die Branchen Herstellung von Metallerzeugnissen (+1.3%), Herstellung von Bekleidung (+1.2%), Fahrzeugbau (+0.7%) und Herstellung von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten und Uhren (+0.4%) die geringsten Lohnanpassungen.
China: Leicht abgeschwächtes Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2008 Trotz der bremsenden Geldpolitik der Nationalbank und geringeren Exporten hat sich der wirtschaftliche Boom in China nur unmerklich abgeschwächt. Nach Angaben des Nationalen Statistikbüros (NBS) hat sich das annualisierte Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von durchschnittlich 11.9 Prozent im Jahr 2007 auf 10.6 Prozent im 1. Quartal 2008 und 10.1 Prozent im 2. Quartal verlangsamt. BAK Basel Economics erwartet in China für das laufende Jahr einen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um 10.6 Prozent, der sich im kommenden Jahr auf 8.8 Prozent abschwächt.
Wenig erfreuliche Konjunkturindikatoren in den USA Drei in dieser Woche veröffentlichte Konjunkturindikatoren haben in den USA wenig Freude bereitet. Gemäss dem Handelsministerium stiegen die Detailhandelsumsätze in den USA im Juni saisonbereinigt lediglich um 0.1 Prozent. Nach unten gezogen wurden die Zahlen vor allem durch die schwachen Autokäufe, welche gegenüber dem Mai um 3.6 Prozent tiefer lagen. Im Vorjahresvergleich lagen die Autoverkäufe gar um über 10 Prozent tiefer. Kräftig gestiegen sind hingegen die nominalen Umsätze in den Tankstellen (+4.6%). Diese sind aber lediglich auf die kräftigen Preissteigerungen zurückzuführen. Bei den übrigen Kategorien ergaben sich keine grossen Veränderungen.
Weiter zeigte der Manufacturing-Index des New Yorker Fed eine Starke Eintrübung bei der Zukunftseinschätzung durch die befragten Betriebe. Die entsprechenden Werte waren so schwach wie seit September 2001 nicht mehr. Die dritte Negativmeldung aus den USA betraf die Preisentwicklung. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Juni um 5.0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Von Mai auf Juni kletterten die Lebenshaltungskosten um satte 1.1 Prozent. Die grössten Preistreiber waren dabei die Energiepreise und insbesondere die Spritpreise.
BAK Basel Economics erwartet in den USA für das gesamte Jahr 2008 ein gegenüber 2007 deutlich abgeschwächtes BIP-Wachstum von 1.6 Prozent.
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