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Services > News & Media > News > Archive 2008  
   

Kommentar zur Woche 33

15.08.2008

Schweizer Konsumentenklima hat sich im Juli 2008 erneut abgeschwächt
Gemäss der durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) vierteljährlich durchgeführten Umfrage bei rund 1'100 Haushalten ist der Index der Konsumentenstimmung im Juli 2008 (-17) im Vergleich zur Aprilumfrage (+2) zum zweiten Mal in Folge stark zurück gegangen. Alle drei in die Berechnung der Konsumentenstimmung einfliessenden Subindizes haben sich verschlechtert. So fiel die Beurteilung der allgemeinen Wirtschaftslage der vergangenen 12 Monate mit -25 Punkten deutlich schlechter aus als noch im April (+2). Auch ihre finanzielle Lage in den vergangenen 12 Monaten (von -4 auf -18 Punkte) sowie die Erwartungen hinsichtlich ihrer zukünftigen finanziellen Lage (von +7 auf -9) schätzten die befragten Haushalte negativer ein als noch im April. Die Preisentwicklung der vergangenen 12 Monate wird im Juli (+119) höher eingeschätzt als noch im April (+96), ebenso wie die Preiserwartungen für die nächsten 12 Monate, welche sich von +80 im April auf +101 im Juli erhöhten.

BAK Basel Economics erwartet im laufenden Jahr eine Zunahme der privaten Konsumausgaben um 1.7 Prozent sowie einen Anstieg der Konsumentenpreise um 2.4 Prozent.

Ertragsbilanzüberschuss der Schweiz 2007 rückläufig
Die gute Wirtschaftsentwicklung und die Krise auf den Finanzmärkten prägten 2007 die Zahlungsbilanz der Schweiz: Nach Angaben der Schweizerischen Nationalbank ging der Überschuss der Ertragsbilanz von 70.6 Mrd auf 68.3 Mrd CHF zurück. Der Waren- und Dienstleistungshandel hat sich aufgrund der guten Konjunktur sehr dynamisch entwickelt, wobei sowohl Exporte wie auch Importe mit zweistelligen Zuwachsraten expandierten. Die US-Immobilienkrise hat dagegen in der zweiten Jahreshälfte die Kapitalerträge aus den Tochtergesellschaften im Ausland belastet.

Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze im Juli
Die Einzelhändler in den USA haben im Juli wie erwartet unter der sinkenden Nachfrage nach Autos gelitten. Wie das Handelsministerium mitteilte, ging der gesamte Umsatz der US-Einzelhändler im Vergleich zum Vormonat um 0.1 Prozent zurück. Ohne den Autohandel ergibt sich ein etwas positiveres Bild. Allein das Geschäft mit Autos und Autoteilen ging um 2.4 Prozent zurück. Angesichts der hohen Treibstoffpreise hatten sich zahlreiche Verbraucher zuletzt mit dem Kauf eines Neuwagens zurückgehalten. Die Umsätze im Einzelhandel gelten als wichtiger Indikator für die weltgrösste Volkswirtschaft.
Das reale Bruttoinlandsprodukt der USA wird gemäss den Prognosen von BAK Basel Economics im laufenden Jahr nur um 1.6 Prozent wachsen, nach 2.2 Prozent im Jahr 2007.

Verlangsamtes Wachstum im Euro-Raum im zweiten Quartal 2008
In allen 15 Ländern mit der Euro-Währung (Eurozone) war das BIP im zweiten Quartal 2008 um 0.2 Prozent niedriger als in der Zeit von Januar bis März 2008. Damit schrumpfte erstmals seit Beginn der Währungsunion im Jahr 1999 die Wirtschaftsleistung im Euroland in einem Quartal gegenüber dem vorhergehenden Vierteljahr. Das BIP aller 27 EU-Länder ging gemäss dem Statistikamt Eurostat gegenüber dem Vorquartal um 0.1 Prozent zurück. In Deutschland war das BIP im zweiten Quartal um 0.5 Prozent niedriger als in den ersten drei Monaten des Jahres, wie das Deutsche Statistische Bundesamt mitteilte. Österreichs Wirtschaft wuchs im 2. Quartal noch, allerdings bereits deutlich schwächer. Im Quartalsabstand erhöhte sich das BIP noch um 0.4 Prozent, nach 0.6 Prozent im 1. Quartal 2008. Die französische Wirtschaft schrumpfte nach Angaben der Statistikbehörde Insee im zweiten Quartal mit 0.3 Prozent zum ersten Mal seit dem vierten Quartal 2002. Auch in Italien und Spanien verlor die Wirtschaft an Schwung. Das BIP in Italien ging um 0.3 Prozent zurück, und die spanische Wirtschaft wuchs mit 0.1 Prozent so schwach wie seit 15 Jahren nicht mehr. In den Niederlanden stagnierte das BIP im Vergleich zum Vorquartal.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbuchte Europas Wirtschaft aber ein Plus: In der Eurozone lag das BIP im zweiten Quartal um 1.5 Prozent höher als im zweiten Quartal 2007, in der EU27 um 1.7 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2008 rechnet BAK mit einem realen BIP-Wachstum von 1.5 Prozent in der Eurozone und 2.2 Prozent in der EU27.

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