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Kommentar zur Woche 35
29.08.2008
Schweizer BIP 2007 kräftig gewachsen
Laut ersten Schätzungen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Schweizer Wirtschaft 2007 ein starkes Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 3.3 Prozent. Ersten Indikatoren zufolge waren die finanziellen Kapitalgesellschaften und die Exportindustrie 2007 die wichtigsten Wachstumsfaktoren. Die Finanzinstitute (insbesondere die Banken) erzielten trotz der im Sommer einsetzenden Subprime-Krise und verschiedenen Korrekturen an den Börsenmärkten hervorragende Ergebnisse. Die Industrie und die nicht finanziellen Dienstleistungen trugen ebenfalls zum ausgezeichneten Ergebnis der Schweizer Wirtschaft bei. Die Exportindustrie, allen voran die chemische und die Maschinenindustrie, profitierten von der robusten Weltwirtschaft. Auf der Binnenebene entwickelten sich der Detailhandel und die Telekommunikations- und Informatikdienstleistungen 2007 ebenfalls sehr dynamisch. Für das laufende Jahr erwartet BAK Basel Economics eine Abschwächung des realen BIP-Wachstums auf 2 Prozent.

Solider Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen im 2. Quartal
Die Indikatoren des Beschäftigungsbarometers, welches vom BFS vierteljährlich veröffentlicht wird, weisen eine leichte Verlangsamung des Beschäftigungswachstums aus. Die Zahl der Erwerbstätigen und jene der Beschäftigten haben indes auch im 2. Quartal 2008 deutlich zugelegt. Am Ende des 2. Quartals 2008 zählte die Schweiz gemäss Erwerbstätigenstatistik 2.3 Prozent mehr Erwerbstätige als ein Jahr zuvor. Die Zunahme der Erwerbstätigkeit fiel bei den Frauen stärker aus als bei den Männern (+2.8% gegenüber +1.9%). Gemäss der Beschäftigungsstatistik (BESTA) verzeichnete die Beschäftigtenzahl innert Jahresfrist eine Zunahme um 2.4 Prozent (2. Sektor +2.4%, 3. Sektor +2.5%). Die in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren der BESTA lassen für das nächste Quartal weiteres Beschäftigungswachstum erwarten. Trotz leichter Abnahme blieben sowohl der Indikator der Beschäftigungsaussichten (-0.9% auf 1.07 Punkte) als auch der Index der offenen Stellen (-1.8% auf 208.9 Punkte) auf einem hohen Niveau.
Auch der jobpilot-Index von Monster.ch, eine Messgrösse für die Entwicklung des Schweizer Stellenangebots im Internet, steigt im Juli 2008 kräftig an. Der Indikator erreicht 206 Punkte, wobei der Teilindex für Online-Stellenbörsen auf ein neues Allzeithoch steigt.
BAK prognostiziert für das laufende Jahr eine Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen von insgesamt 1.7 Prozent.

Dynamischer Wohnungsbau in der Schweiz
Im 2. Quartal 2008 wurden in der Schweiz 10'710 Wohnungen neu erstellt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einer Zunahme von beinahe 6 Prozent. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte verringerte sich die Gesamtzahl der neu erstellten Wohnungen um beinahe 7 Prozent auf gesamthaft 3’160 Einheiten. Ende Juni 2008 befanden sich insgesamt 60'570 Wohnungen im Bau, was im Jahresvergleich einem Rückgang von 2 Prozent gleichkommt. Von April bis Juni erhöhte sich die Zahl der baubewilligten Wohnungen um knapp 7 Prozent auf 13'150 Einheiten. Für die kommenden Quartale rechnet BAK mit einer leicht nachlassenden Wohnbautätigkeit auf hohem Niveau.

Deutlicher Anstieg bei den inverkehrgesetzten Strassenfahrzeugen
Die Zahl der neu inverkehrgesetzten Strassenfahrzeuge ist im Juli im Vergleich zum Vormonat mit 9.6 Prozent deutlich auf 37'281 Fahrzeuge angestiegen. Bei den Personenwagen – wichtigste Unterkategorie – konnte ein Wachstum von 5.4 Prozent verbucht werden. Im bisherigen Jahresverlauf erhöhte sich die Zahl der neuen Fahrzeuge um insgesamt 4.9 Prozent.

US BIP wächst stärker als erwartet
Im zweiten Quartal dieses Jahres ist die US-Konjunktur dank eines verbesserten Exports und höherer Ausgabebereitschaft der Bürger stärker gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte auf Jahresbasis um 3.3 Prozent zu, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag in einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Berechnung war man von 1.9 Prozent ausgegangen. Trotz dieser Korrektur geht BAK davon aus, dass sich das reale BIP-Wachstum 2008 gegenüber 2007 abschwächen wird.




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