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Services > News & Media > News > Archive 2008  
   
Kommentar zur Woche 37
12.09.2008
Schweizer Arbeitslosenquote im August bei 2.4%
Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende August 2008 94'039 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 1'876 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 2.3% im Juli 2008 auf 2.4% im Berichtsmonat. Um saisonale Effekte bereinigt verharrte die Arbeitslosenquote im August bei 2.5 Prozent. Dieser Wert dürfte nach Einschätzung von BAK bis zum Jahresende beibehalten werden.

Zunahme der Schweizer Logiernächtezahlen dank inländischen und ausländischen Gästen
Gemäss den Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die schweizerische Hotellerie im Juli 2008 insgesamt 4.3 Millionen Logiernächte, was gegenüber Juli 2007 einer Zunahme von 3 Prozent entspricht. Diese Zunahme ist nicht nur auf die zusätzlichen 62'000 Übernachtungen bei den inländischen Gästen (+3.6%), sondern auch auf die Nachfrage aus dem Ausland, die um 65'000 Logiernächte (+2.7%) gewachsen ist, zurückzuführen. Von Januar bis Juli 2008 lag die kumulierte Zahl der Logiernächte bei 22.6 Millionen. Dies entspricht im Vergleich zur selben Vorjahresperiode einer Zunahme von 4.3 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung waren sowohl die ausländischen Gäste (+5.1%) als auch die Besucherinnen und Besucher aus der Schweiz (+3.1%). Für das gesamte Tourismusjahr 2008 (November 2007 bis Oktober 2008) erwartet BAK gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs an Logiernächten von 5.0 Prozent.

Schweiz: Intensiver Hochbau, rückläufiger Tiefbau, weniger öffentlicher Bau
Die Umsätze im Schweizer Bauhauptgewerbe stagnierten im 2. Quartal auf hohem Niveau, so dass sich mit dem guten ersten Quartal für das erstes Semester ein nomineller Zuwachs von 3.2 Prozent ergibt. Der Hochbau vermochte im 2. Quartal das negative Ergebnis im Tiefbau zu kompensieren, wofür vor allem der Wohnungsbau ausschlaggebend war. Diese Entwicklung dürfte sich in den nächsten Monaten fortsetzen. Schwächezeichen sind in erster Linie beim Tiefbau auszumachen.

Deutschland: schwächere Exportdynamik ...
Die Abkühlung der Weltkonjunktur und die hohen Energiepreise beginnen in der deutschen Handelsbilanz sichtbar zu werden. Im Juli sind die Exporte gegenüber dem Vorjahr leicht um 1.7 Prozent gesunken. Gleichzeitig schnellten die Importe, vor allem getrieben durch die Energiepreise, um 7.4 Prozent in die Höhe, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im Jahresvergleich bleibt dank dem hohen Ausgangsniveau noch ein ansehnliches Exportplus von 7.0 Prozent.

... und rückläufige Industrieproduktion
Die sinkenden deutschen Exporte machten sich im Juli auch in einem Umsatzrückgang des verarbeitenden Gewerbes bemerkbar (-0.8% gegenüber Vorjahr). Eine rückläufige Absatzentwicklung wurde letztmals im Jahr 2003 verzeichnet. Besonders schlecht liefen die Geschäfte im Juli für die deutsche Automobilindustrie und deren Zulieferer, deren Umsatz sich im Vorjahresvergleich um 6.8 Prozent reduzierte. Demgegenüber verzeichnet der Maschinenbau weiterhin solide Zuwachsraten. Für das Gesamtjahr 2008 erwatet BAK ein deutsches Wirtschafswachstum von 1.6 Prozent.

USA: Arbeitslosenquote steigt von 5.7% auf 6.1%
Die Arbeitslosenquote stieg in den USA im August von 5.7 auf 6.1 Prozent, das höchste Niveau der letzten 5 Jahre. Auch vom US-Immobilienmarkt gibt es keine Anzeichen für eine Entlastung. So sind die beschlossenen aber noch nicht finalisierten Häuserverkäufe im Juli um 3.2 Prozent gefallen. Damit hat sich die kurzeitig positive Entwicklung vom Juni nicht fortgesetzt. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet BAK ein US-amerikanisches Wirtschaftswachstum von 1.8 Prozent.



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