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Services > News & Media > News > Archive 2008  
   
Kommentar zur Woche 40
03.10.2008
Leichter Anstieg des Preisniveaus in der Schweiz
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im September 2008 einen Anstieg um 0.1 Prozent im Vergleich zum Vormonat und erreichte den Stand von 104.0 Punkten (Dezember 2005 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 2.9 Prozent, verglichen mit Jahresraten von ebenfalls 2.9 Prozent im August 2008 und von 0.7 Prozent im September 2007. Der Anstieg des Landesindexes um 0.1 Prozent im September 2008 ist grösstenteils auf saisonal bedingte Faktoren zurückzuführen, trotz rückläufiger Preise für Erdölprodukte resultierte ein leichter Anstieg im Beobachtungsmonat. Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat das Preisniveau bei den Inlandgütern um 0.2 Prozent, während es sich bei den Importgütern um 0.2 Prozent ermässigte. Innert Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter eine durchschnittliche Preissteigerung um 2.1 Prozent, die Importprodukte um 5.1 Prozent. BAK Basel Economics erwartet eine Teuerung von 2.5 Prozent im Jahr 2008 und von 1.5 Prozent im 2009.

Stillstand bei der Schweizer Industrie
Gemäss dem Schweizer Einkaufsmanagerindexes (PMI) ist das Wachstum der Schweizer Industrie im letzen Monat zum Stillstand gekommen. Der von der Credit Suisse und dem Schweizerischen Verband für Materialwirtschaft berechnete Index sank im September um 4.7 Indexpunkte auf 47.8 Zähler. Damit wurde erstmals seit vier Jahren die 50-Punktemarke unterschritten, was auf eine Schrumpfung des Sektors hindeutet.

EZB dreht noch nicht an Zinsschraube
Trotz der zugespitzten Finanzkrise und des gegenwärtigen Konjunkturrisiken hat die Europäische Zentralbank (EZB) noch nicht an der Zinsschraube gedreht. Wie die EZB am Donnerstag nach einer Sitzung des Zentralbankrats in Frankfurt mitteilte, bleibt der Leitzins für die Eurozone für mindestens einen weiteren Monat bei 4.25 Prozent. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet begründete den Beschluss des EZB-Rats mit der weiter besorgniserregend hohen Teuerung in den Ländern der europäischen Währungsunion. Allerdings habe der Inflationsdruck zuletzt nachgelassen. Dem gegenüber habe die Finanzkrise mittlerweile markante Bremsspuren in der Konjunktur hinterlassen. Auch die Aussichten für die Wirtschaft hätten sich spürbar verschlechtert. BAK Basel Economics erwarte für 2008 ein BIP Zuwachs von 1.3 und im 2009 von 0.8 Prozent für die Eurozone.

Inflation in der Euro-Zone sinkt langsam auf 3.6 Prozent
Wie das Europäische Statistikamt (Eurostat) mitteilt ist nach einer ersten Schätzung die Inflationsrate im Euro-Raum von 3.8 Prozent im August auf 3.6 Prozent im September gesunken. Der sinkende Ölpreis war der hauptsächliche Grund für den leichten Rückgang, so kostete ein Barrel (159 Liter) Mitte September deutlich weniger als 100 Dollar, einen Monat zuvor lag der Preis noch um 115 Dollar.
Auch in Deutschland hatte sich die Inflation im laufenden Monat abgeschwächt. Zum Vormonat gingen die Preise nur leicht um 0.1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Freitag nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Die Jahresteuerung fiel mit 2.9 Prozent etwas niedriger aus als im August mit plus 3.1 Prozent.

Revidiertes US-Wirtschaftswachstum im 2. Quartal
Im zweiten Quartal ist das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA gemäss dem Handelsministerium um 2.8 Prozent gestiegen. Vormals wurde ein BIP-Zuwachs von 1.9 Prozent geschätzt, wobei eine erste Revision einen solchen von 3.3 Prozent ergab. Gegenüber der zweiten Schätzung wurden der Privatkonsum, die Ausrüstungsinvestitionen und die Exporte nach unten korrigiert. Wir erwarten für das Gesamtjahr 2008 ein Wirtschaftswachstum von 1.8 Prozent und für das Jahr 2009 eines von 1.5 Prozent.

USA: Realer Privatkonsum stagnierte im August
Gemäss dem Handelsministerium haben die Konsumausgaben in den USA im August im Vergleich zum Juli saisonbereinigt nominal wie auch real stagniert. Unter anderem war dies den rückläufigen Benzinpreisen zurückzuführen. Die Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel) erhöhte sich in der Berichtsperiode von Monat zu Monat um 0.2 Prozent, im Jahresvergleich um 2.6 Prozent.


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