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Kommentar zur Woche 41
10.10.2008
SNB: Leitzins gesenkt
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) senkte ihren Zinssatz so stark wie seit sechs Jahren nicht mehr. Sie senkte das Zielband für den Dreimonats-Libor auf 2 bis 3 Prozent und visiert damit einen Leitzins von 2.5 Prozent an. Die Lockerung der monetären Bedingungen mit der angestrebten Zinssenkung von einem halben Prozentpunkt ist in den Augen der Notenbank gerechtfertigt. Das Inflationsrisiko habe sich wegen den günstigeren Energie- und Rohwarenpreise verringert. Die Schweizerische Nationalbank beteiligt sich damit an einer einmaligen Aktion der führenden Zentralbanken der Welt: Gleich sieben Notenbanken senkten am Mittwoch überraschend gemeinsam ihre Leitzinsen. BAK Basel Economics erwartet einen Anstieg der Konsu-mentenpreise von 2.5 Prozent im laufenden Jahr, sowie einen Anstieg von 1.5 Prozent im Jahr 2009.

Erneuter Anstieg der Logiernächte im August 2008
Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz im August 2008 insgesamt 4.3 Millionen Logiernächte, was gegenüber August 2007 einer Zunahme von 3.5 Prozent (+144'000 Logiernächte) entspricht. Diese Zunahme ist hauptsächlich auf die Schweizer Gäste zurückzuführen, die 1.7 Millionen Logier-nächte verbuchten, was einem Wachstum von 6.4 Prozent entspricht. Die ausländischen Besucherinnen und Besucher generierten 2.6 Millionen Logiernächte (+1.6%). Von Januar bis August 2008 lag die kumulierte Zahl der Logiernächte bei 27 Millionen. Dies entspricht im Vergleich zur selben Vorjahresperiode einer Zunahme von 4.2 Prozent. Mit 16 Millionen Logiernächten verzeichneten die ausländischen Gäste ein Plus von 4.5 Prozent, während es bei den einheimischen Gästen 11 Millionen Logiernächte waren (+3.6 Prozent). Die ausführliche Tourismus-Prognose von BAK Basel Economics wird am 3.11. 2008 veröffentlicht.

Lage auf dem Arbeitsmarkt im September 2008
Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende September 2008 95'980 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 1'941 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrte im Berichtsmonat bei 2.4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat verminderte sich die Arbeitslosigkeit um 3'701 Personen (-3.7%). Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 369 auf 14'132 Stellen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 531 Stellen mehr gemeldet. BAK Basel Economics erwartet im Jahr 2009 eine Zunahme bei der Zahl der Erwerbstätigen von 0.5 Prozent.

Verschlechterte Zahlungsmoral bei Schweizer Firmen
Gemäss Dun & Bradstreet hat sich im ersten Halbjahr 2008 die Zahlungsmoral der Schweizer Firmen deutlich verschlechtert. Im Durchschnitt zahlten die Firmen 15 Tage zu spät ihre Rechnungen, in der vergleichbaren Vorjahresperiode waren es noch 11.8 Tage. Die markante Verschlechterung ist ein Hinweis auf eine verminderte Liquidität der Firmen aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage.

2008: Gutes Landwirtschaftsjahr, jedoch Anstieg der Produktionskosten
Gemäss ersten Schätzungen beläuft sich der Wert der landwirtschaftlichen Gesamtproduktion im Jahr 2008 auf 10.9 Milliarden Franken, was gegenüber 2007 einer Zunahme um 2.6 Prozent entspricht. Der Anstieg der Produkti-onskosten hebt dieses gute Ergebnis allerdings wieder auf. Das Nettounternehmenseinkommen für die gesamte Landwirtschaft in der Schweiz stagniert folglich im Jahr 2008, nachdem es 2007 einen Anstieg von über 8 Prozent gegenüber dem schwierigen Landwirtschaftsjahr 2006 verzeichnet hat.

Schrumpfende deutsche Exporte im August
In Deutschland mehren sich die Zeichen einer negativen Konjunkturentwicklung. Wie das Statistische Bundesamt meldete steht erstmals seit fünf Jahren wieder ein Minus in der Exportstatistik. Die Ausfuhren lagen im August um 2.5 Prozent tiefer als im Vorjahr. Gegenüber dem Vormonat wurde saison- und kalenderbereinigt ein Minus von 0.5 Prozent verzeichnet. Gemäss den Angaben sanken vor allem die Exporte in Länder ausserhalb der EU.


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