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Kommentar zur Woche 45 |
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07.11.2008 |
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Tourismusprognose: Konjunktureller Höhepunkt der Nachfrage im Schweizer Tourismus überschritten Im Tourismusjahr 2008 (Nov. 2007 bis Okt. 2008) erreichte die Schweizer Hotellerie das beste Ergebnis aller Zeiten. Die Nachfrage in der Schweizer Hotellerie stieg um rund 4.5 Prozent und erreichte mit rund 37 Millionen Hotelübernachtungen einen historischen Höchststand. Nachdem bereits in der Wintersaison 2007/2008 ein ausserordentlich hohes Wachstum von 6.3 Prozent verzeichnet wurde, konnte gemäss den neuesten Schätzungen von BAK Basel Economics auch die Nachfrage in der Sommersaison 2008 um rund 3 Prozent gesteigert werden. Bereits im kommenden Winter werden die ersten Folgen der deutlichen Abkühlung der weltwirtschaftlichen Entwicklung zu spüren sein. Der erwartete Rückgang der Zahl der Hotelübernachtungen um 2.4 Prozent ist aber nicht ausschliesslich auf die verschlechterten Konjunkturaussichten zurückzuführen. Zusätzlich wird vor allem bei der Binnennachfrage davon ausgegangen, dass sich ein Gegeneffekt zur letzen Wintersaison einstellt, welche dank ausgezeichneten Schnee- und Wetterverhältnissen sowie überaus günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich überdurchschnittlich ausfiel. Die Binnennachfrage wird um 1.6 Prozent zurückgehen, jene der ausländischen Gäste gar um 2.9 Prozent.
Weltweite Finanzkrise trifft Schweizer Tourismuswirtschaft 2009 Bis zur nächsten Sommersaison dürften die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise gemäss den Annahmen von BAK Basel Economics vollends in der Schweizer Tourismuswirtschaft angekommen sein. Für das gesamte Tourismusjahr 2009 wird deshalb ein Minus von 3.0 Prozent erwartet. Vor allem die ausländische Nachfrage wird mit 4.0 Prozent deutlich nachlassen. Die Binnennachfrage dürfte dank der etwas robusteren Verfassung der Schweizer Wirtschaft weniger stark sinken. Der Negativtrend dürfte sich – wenn auch in geringerem Ausmass – im Tourismusjahr 2010 fortsetzen (-1.4%). Eine Rückkehr auf den Wachstumspfad wird erst für das Tourismusjahr 2011 erwartet (+1.3%).
Schweizer Bergbahnen ebenfalls mit Einbussen im Tourismusjahr 2009 Im Tourismusjahr 2008 konnten die Schweizer Bergbahnen dank der ausgezeichneten Wintersaison 2007/08 ihre realen Verkehrserträge um rund 18 Prozent steigern. Für das kommende Tourismusjahr wird ein Rückgang um 6.3 Prozent erwartet. Hauptverantwortlich für den Rückgang ist der Gegeneffekt zur schnee- und witterungsbedingt überdurchschnittlichen Entwicklung in der Vorjahresperiode (Basiseffekt).
Arbeitslosigkeit im Oktober 2008 leicht steigend Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO waren Ende Oktober 2008 100'471 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 4'491 mehr als im Vormonat. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote verharrt damit im Oktober 2008 im Vergleich zum Vormonat auf 2.6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat verminderte sich die Arbeitslosigkeit um 1'568 Personen (-1.5%). Insgesamt wurden 151'390 Stellensuchende registriert, 5'453 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode sank diese Zahl damit um 6'068 Personen (-3.9%). Bedingt durch die weltweite konjunkturelle Abkühlung erwartet BAK Basel Economics eine deutliche Steigerung der saisonbereinigten Arbeitslosenquote auf 2.9 Prozent bis Ende 2009.
Nationalbank senkt Zielband für den Dreimonats-Libor auf 1.5 bis 2.5 Prozent. Um der Beeinträchtigung des Wachstums der Schweizer Wirtschaft durch die deutlich schlechteren internationalen Konjunkturaussichten im Verlauf der nächsten Quartale entgegenzuwirken hat die Schweizerische Nationalbank das Zielband für den Dreimonats-Libor um 0.5 Prozent auf 1.5 bis 2.5 Prozent gesenkt. Sie beabsichtigt, den Dreimonats-Libor bis auf Weiteres im mittleren Bereich des Zielbandes zu halten. Die wirtschaftliche Verlangsamung, der Rückgang des Erdölpreises und der Anstieg des Frankenkurses akzentuieren den erwarteten Rückgang der Inflation. Die Lockerung der Geldpolitik, welche die Nationalbank beschlossen hat, unterstützt die Wirtschaftsentwicklung. Sie gefährdet die Rückkehr zur Preisstabilität nicht. BAK Basel Economics erwartet bis März 2009 eine weitere Zinssenkung des 3-Monats-Libors auf ein Zielband von 1.25 bis 2.25 Prozent.
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