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Kommentar zur Woche 46 |
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14.11.2008 |
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Bauinvestitionen stützen Schweizer Konjunktur In den letzten beiden Jahren entwickelten sich die realen Bauausgaben insgesamt rückläufig. Für das laufende Jahr erwartet BAK nun eine Stabilisierung der Investitionen (+0.1%). Stützend wirkt vor allem der überdurchschnittlich dynamische Infrastruktur- und Betriebsbau (je +2.7%). Zudem dürfte der Wohnbau im dritten Quartal nach dem schwachen Jahresauftakt deutlich an Dynamik gewonnen haben. Für das Gesamtjahr 2008 geht BAK jedoch erneut von real rückläufigen Wohnbauaufwendungen aus (-0.9%). Auch der Tiefbau beendet das Jahr 2008 mit einem Minus (-1.5%).
Dynamischer gibt sich der Ausblick für das Jahr 2009. BAK Basel Economics prognostiziert, dass die Schweizer Bauinvestitionen –entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Trend– real um 1.1 Prozent wachsen. Dabei legen sowohl der Hoch- als auch der Tiefbau zu: Im Hochbau rechnet BAK mit einem Plus von 1.1 Prozent, im Tiefbau mit einem Zuwachs von 1.0 Prozent. Die gute Performance im Hochbau basiert dabei weiterhin auf einem relativ dynamischen Infrastruktur- und Betriebsbau. Auch im Wohnbau wird 2009 eine positive Entwicklung erwartet, wenngleich die Aufwärtsbewegung sehr verhalten ausfällt.
Die Entwicklungsperspektiven bleiben mittelfristig aufwärts gerichtet. In den Jahren 2010 bis 2014 erwartet BAK ein Wachstum der realen Bauaufwendungen um durchschnittlich 0.8 Prozent pro Jahr. Während der Hochbau um durchschnittlich 0.9 Prozent pro Jahr zuzulegen vermag, dürfte der Tiefbau durchschnittlich mit etwa 0.3 Prozent pro Jahr wachsen.
Produzenten- und Importpreise sind im Oktober 2008 erneut gesunken Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im Oktober 2008 um 0.6 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 111.4 Punkten (Basis Mai 2003 = 100). Sowohl die Inlandprodukte (-0.3%) als auch die Importprodukte (-1.2%) verzeichneten einen Preisrückgang. Verantwortlich dafür waren, wie bereits im September 2008, vor allem die tieferen Preise für Erdöl, Erdölprodukte, Metall und Metallprodukte. Innert Jahresfrist erhöhte sich das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 2.9 Prozent.
BAK Basel Economics erwartet, dass die bisher noch hohen Schweizer Inflationsraten spätestens zum Jahresbeginn 2009 wieder deutlich unter die geldpolitisch relevante Marke von 2 Prozent fallen. Die Ölpreise liegen wieder deutlich tiefer als noch im Sommer 2008. Nach unserer Einschätzung dürfte der Ölpreis (Brent Crude) im Jahresdurchschnitt 2009 bei rund 80 USD/Barrel liegen. Das ist fast ein Viertel weniger als im Jahresdurchschnitt 2008. Für den gesamten Jahresdurchschnitt 2009 prognostiziert BAK in der Schweiz nur noch eine Inflationsrate von 1.3 Prozent (2008: +2.5%).
Erneuter Rückgang des Konsumentenvertrauens Gemäss der durch das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO vierteljährlich durchgeführten Umfrage bei rund 1'100 Haushalten ist der Index der Konsumentenstimmung im Oktober 2008 erneut zurückgegangen. Der Rückgang von -17 Punkte im Juli auf -27 Punkte im Oktober war allerdings weniger stark als in den vergangenen zwei Quartalen. Nur einer der drei in die Berechnung einfliessenden Subindizes ist deutlich gesunken: die Beurteilung der allgemeinen Wirtschaftslage für die letzten 12 Monate. Die Beurteilungen bezüglich vergangener und erwarteter Inflationsentwicklung entspannten sich nach mehreren Quartalen auf relativ hohem Niveau deutlich. Hinsichtlich der Konsumausgaben lassen sich bis zur Jahresmitte noch kaum negative Auswirkungen der Finanzkrise auf den privaten Konsum beobachten. Die gesunkene Zuversicht der Schweizer Konsumenten lässt jedoch den Schluss zu, dass die Haushalte in den nächsten Monaten vorsichtiger mit ihren Ausgaben umgehen.
Für das Jahr 2009 erwartet BAK Basel eine Abschwächung des Konsums. Mit der insgesamt nachlassenden Arbeitsmarktdynamik verliert zugleich die wichtigste Lokomotive des privaten Konsums an Zugkraft: die Entwicklung der Arbeitnehmereinkommen. Stützend für den privaten Konsum wirkt die sinkende Inflationsrate im kommenden Jahr (1.3%). BAK Basel erwartet jedoch, dass die negativen Effekte schwerer wiegen als die verbliebenen Lichtblicke. Das Wachstum des privaten Konsums dürfte sich folglich im kommenden Jahr auf 0.9 Prozent abschwächen.
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