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Kommentar zur Woche 48 |
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28.11.2008 |
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Schweiz: Abgeschwächte Dynamik am Arbeitsmarkt Die Dynamik am Schweizer Arbeitsmarkt hat im 3. Quartal 2008 nachgelassen, dies teilte das Bundesamt für Statistik (BfS) mit. Zwar hat die Zahl der Erwerbstätigen im Vorjahresvergleich auch im dritten Quartal noch um 1.3 Prozent zugelegt, allerdings ist dies das erste Mal seit zehn Quartalen, dass das Erwerbstätigenwachstum unter 2 Prozent gesunken ist. Auch das Beschäftigtenwachstum verlangsamte sich und verzeichnete im Vorjahresvergleich noch ein Plus von 2.0 Prozent. Ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete lediglich die Genferseeregion (+2.7%), obwohl auch da die Dynamik stark nachgelassen hat. Die in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren deuten auch für das 4. Quartal auf eine weiter nachlassende Dynamik hin. Der Index der offenen Stellen legte zwar im Vergleich zum Vorjahr noch leicht zu (+0.5%), der Indikator der Beschäftigungsaussichten ist allerdings stark rückläufig (-2.7%). Für das nächste Jahr rechnet BAK mit einer weiter nachlassenden Dynamik am Schweizer Arbeitsmarkt und erwartet einen Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen um 0.1 Prozent.
Schweiz: Zunahme der Firmenkonkurse erwartet Wie der Verband Creditreform mitteilte, zeichnet sich für das laufende Jahr gemäss Hochrechnungen zwar eine weitere Verringerung der Firmenkonkurse ab (-3% im Vergleich zum Vorjahr), die Dynamik hat sich allerdings deutlich abgeschwächt (in den vergangenen drei Jahren betrugen die Abnahmen jeweils über 4 Prozent). Damit werden im laufenden Jahr rund 4’200 Firmenkonkurse erwartet (2007: 4’314). Da Liquiditätsprobleme zu den häufigsten Konkursgründen gehören, geht Creditreform davon aus, dass die Zahl der Firmenkonkurse im nächsten Jahr wieder steigen dürfte.
Deutschland: Lage auf dem Arbeitsmarkt noch heiter, es ziehen aber dunkle Wolken auf Die Zahl der Arbeitslosen hat sich in Deutschland im November um 8000 reduziert, dies teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Damit verzeichnet Deutschland mit 2'988'000 Arbeitslosen den tiefsten Wert seit 16 Jahren. Gestiegen ist allerdings die Anzahl von Kurzarbeit betroffener Personen. Im Zuge der konjunkturellen Abkühlung dürfte sich deren Zahl auch in den nächsten Monaten weiter erhöhen, was darauf hindeutet, dass auch am Deutschen Arbeitsmarkt dunkle Wolken aufziehen werden. BAK geht von einem deutlichen Anstieg Arbeitsloser aus und erwartet, dass sich die Arbeitslosenquote von derzeit 7.1 Prozent bis zum Jahresende 2009 auf 8.6 Prozent erhöhen wird.
Deutschland: Real gestiegener Grosshandelsumsatz Der Grosshandel kann sich in Deutschland über real gestiegene Umsätze freuen. Gemäss dem Statistischen Bundesamt sind die realen Umsätze im Oktober um 0.8 Prozent gestiegen, nominal betrug der Anstieg 3.9 Prozent. Die stärksten Zuwächse erzielten dabei der Grosshandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren sowie der sonstige Grosshandel (ohne ausgeprägten Schwerpunkt).
Deutschland: Unternehmer sehen Zukunft immer düsterer Trotz der gestiegenen Grosshandelsumsätze hat sich das vom ifo-Institut erfasste Geschäftsklima für die gewerbliche Industrie Deutschlands im November markant verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex sank von 90.2 auf 85.8 Punkte, dem schlechtesten Wert seit Februar 1993. Markant abgekühlt hat sich das Geschäftsklima beim verarbeitenden Gewerbe sowie beim Gross- und Detailhandel. Dagegen ist der Geschäftsklimaindex im Bauhauptgewerbe nur leicht gesunken. Das sinkende Geschäftsklima widerspiegelt auch die Prognosen für die deutsche Gesamtwirtschaft. Für 2009 erwartet BAK ein Rückgang des deutschen BIP um 0.4 Prozent.
USA: Verbraucher schränken Konsum ein Gemäss dem US-Handelsministerium sanken die Konsumausgaben in den USA im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 1 Prozent. Dies ist der stärkste Rückgang seit den Terroranschlägen am 11. September 2001. Für das Gesamtjahr 2008 rechnet BAK in den USA allerdings noch mit einem Plus von 0.3 Prozent, 2009 wird allerdings ein Rückgang um 0.3 Prozent erwartet. Der private Konsum macht in den USA etwa zwei Drittel des Bruttoinlandsproduktes aus.
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