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Kommentar zur Woche 49 |
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05.12.2008 |
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Schweiz: Nullwachstum im 3. Quartal 2008 Gemäss den Quartalsschätzungen des Staatsekretariats für Wirtschaft (SECO) hat sich das seit Jahresbeginn 2008 verlangsamte Wachstumstempo der Schweizer Wirtschaft fortgesetzt. Das reale Bruttoinlandprodukt der Schweiz (BIP) hat sich im 3. Quartal gegenüber dem Vorquartal nicht verändert (+0.0%). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal stieg das reale BIP um 1.6%.
Handelsbilanz und privater Konsum kompensieren rückläufige Investitionen Die Exporte von Waren und Dienstleistungen nahmen im 3. Quartal gegenüber dem Vorquartal um 1.2% zu. Dabei stiegen die Ausfuhren von Dienstleistungen mit 1.7% stärker als die Warenexporte mit 1.0%. Die Importe von Waren und Dienstleistungen sanken um 0.7%. Das Wachstum der privaten Konsumausgaben nahm im Vorquartalsvergleich um 0.3% zu. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen um 0.7%. Diese positiven Entwicklungen in der Handelsbilanz und beim Konsum konnten die negativen Wachstumsbeiträge der Investitionen kompensieren. Im Vergleich zum Vorquartal sanken die Gesamtinvestitionen um 1.4%. Dabei waren sowohl die Bauinvestitionen (-0.9%) und etwas stärker die Ausrüstungsinvestitionen (-1.8%) rückläufig. Bei den Ausrüstungsinvestitionen waren vor allem die Rubriken Fahrzeuge und Geräte der Elektrizitätserzeugung für den Rückgang verantwortlich.
Wertschöpfungseinbussen des Finanzsektors setzen sich fort Produktionsseitig wurde die Wertschöpfung im Bereich Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Nachrichtendienste im 3. Quartal 2008 um 1.2% gesteigert. Wertschöpfungszunahmen konnten auch der Industriesektor (+0.8%), die öffentlichen Dienstleistungen (+0.6%), sowie die Landwirtschaft (+0.5%) generieren. Wie in den beiden Vorquartalen erlitt der durch die Finanzmarktdienste geprägte Sektor Wertschöpfungsverluste von 1.7%.
Weitere Abschwächung der Wirtschaftsdynamik erwartet. PMI auf Tiefststand. Für die kommenden Monate rechnet BAK Basel Economics mit einer weiteren Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Diese Einschätzung wird auch durch die neuesten Werte des Einkaufsmanagerindex (PMI) der Credit Suisse gestützt. Der PMI, der ein repräsentatives Bild der Entwicklungen im Industriesektor zeigt, sank im November auf seinen tiefsten Indexstand seit Beginn der Messreihe 2005. Er liegt mit aktuell 35.2 Indexpunkten klar unter der Wachstumszone von über 50 Zählern.
Schweizer Teuerung weiter rückläufig Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im November 2008 einen Rückgang um 0.7% gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 103.9 Punkten (Dezember 2005=100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung somit 1.5%, verglichen mit Jahresraten von 2.6% im Oktober 2008 und von 1.8 im November 2007. Der Teuerungsrückgang in der Schweiz ist hauptsächlich auf tiefere Preise für Erdölprodukte zurückzuführen. Laut BFS erhöhte sich das Preisniveau nach Herkunft im Vergleich zum Vormonat bei den Inlandgütern um 0.1%, während es sich bei den Importgütern um 2.6% verringerte. Für das Jahr 2009 rechnet BAK Basel Economics mit einer durchschnittlichen Teuerung von 1.3%.
Europa: Historische Zinssenkungen der Notenbanken Mit deutlichen Zinssenkungen haben mehrere Zentralbanken in Europa auf die Bedrohungen durch die Rezession und die geringeren Inflationsgefahren reagiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte ihren Leitzins um 75 Basispunkte von 3.25% auf 2.5%. In London senkte die Bank of England ihren Leitzins um einen vollen Prozentpunkt auf 2%. Auch die Zentralbanken Schwedens und Dänemarks senkten ihre Leitzinse auf 2% respektive 4.25%.
USA: Keine Besserung der wirtschaftlichen Lage In den USA hat sich die Wirtschaftsleistung seit Mitte Oktober weiter abgeschwächt und kurzfristig scheint es keine Hoffnung auf eine Besserung der wirtschaftlichen Lage zu geben. Dies führt die US-Notenbank FED in der Dezemberausgabe ihres Konjunkturberichts „Beige Book“ aus. So sind die Umsätze im Einzelhandel, Tourismus und der Industrie in nahezu allen Regionen gesunken und der private, wie auch der gewerbliche Häuserbau bleiben weiterhin schwach. Als Grund für die Entwicklung werden die verschärften Bedingungen auf den Kreditmärkten angeführt.
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