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Schweiz: Starkes BIP-Wachstum auch im 4. Quartal 2006 Auch im 4. Quartal 2006 setzte sich gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) das Wirtschaftswachstum in der Schweiz fort. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz nahm gegenüber dem Vorquartal um 0.5 Prozent zu. Verwendungsseitig ist die BIP-Zunahme vor allem auf die positive Entwicklung des privaten Konsums und der Ausrüstungsinvestitionen zurückzuführen. Produktionsseitig gingen von der Wertschöpfung des Finanzsektors sehr positive Impulse aus. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresquartal stieg das reale BIP um 2.2 Prozent. Für das ganze Jahr 2006 errechnet sich daraus ein Realwachstum des Schweizer BIP von 2.7 Prozent. Für 2007 erwartet BAK Basel Economics ein reales BIP-Wachstum von 2.1 Prozent
Gute Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariates für Wirtschaft (seco) waren Ende Februar 2007 126’395 Arbeitslose eingeschrieben, 4'662 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 3.3 (Januar 2007) auf 3.2 Prozent im Berichtsmonat. Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit blieb gegenüber dem Vormonat unverändert. Die stärkste Verbesserung der Arbeitsmarktsituation erfolgte im Kanton Wallis mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote um 0.5 Prozentpunkte. Die höchsten Arbeitslosenquoten verzeichnen die Kantone Genf (6.9%), Tessin (5.3%) und Waadt (4.7%), während die Kantone Appenzell-Innerrhoden (1.3%) und Obwalden (1.2%) die niedrigsten Arbeitslosenquoten meldeten. Die Erholung erstreckte sich dabei beinahe auf sämtliche Wirtschaftszweige. Zuversichtlich stimmt auch der deutliche Anstieg der gemeldeten offenen Stellen gegenüber dem Vormonat (Zuwachs um 1’191 auf 13’253) sowie der Rückgang der Stellensuchenden (Rückgang um 4’274 auf 188’902). BAK Basel Economics erwartet bis zum Jahresende eine saisonbereinigte Arbeitslosenquote von leicht unter 3 Prozent.
Leicht erhöhtes Schweizer Preisniveau Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Februar 2007 einen Anstieg um 0.2 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 100.1 Punkten (Dezember 2005 = 100). Gestiegen sind insbesondere die Indizes für Wohnen und Energie (+0.9%) infolge Mietpreiserhöhungen sowie für sonstige Waren und Dienstleistungen (+0.4%). Rückläufig waren hingegen die Indexziffern für Verkehr (-0.5%) und für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0.1%). Innert Jahresfrist blieb der Index stabil, verglichen mit Jahresraten von 0.1 Prozent im Januar 2007 und von 1.4 Prozent im Februar 2006. BAK Basel Economics prognostiziert für den Jahresdurchschnitt 2007 eine Inflation von 0.6 Prozent.
Stagnation der Schweizer Bauwirtschaft Laut Angaben des schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) beliefen sich die nominellen Umsätze im Schweizer Bauhauptgewerbe 2006 auf 16.3 Mrd. Franken und übertrafen damit den Vorjahreswert um 3.3 Prozent. Dafür war im Gegensatz zu den Vorjahren vor allem der Tiefbau verantwortlich (+4.1%). Etwas flauer entwickelte sich jüngst der Hochbau (+2.7%). Die Dynamik im Wohnungsbau hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich abschwächt. Die nominellen Umsätze im Wohnungsbau sind nur um 1.3 Prozent gestiegen. Wachstumsmotor im Hochbau war der Wirtschaftsbau (Gewerbe, Industrie, Dienstleistungen) mit einer Zunahme der nominellen Umsätze von (+8.1%). Die rückläufigen Auftragsbestände deuten darauf hin, dass die Baukonjunktur ihren Zenit 2007 überschreiten wird. Für 2007 rechnet BAK Basel Economics mit einer Stagnation der realen Bauinvestitionen.
Erhöhter Leitzins in der Euro-Zone Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins in der Euro-Zone um einen Viertelprozentpunkt von 3.5 auf 3.75 Prozent angehoben. Der Leitzins in der Euro-Zone ist damit auf den höchsten Stand seit fünfeinhalb Jahren (September 2001) gestiegen. BAK Basel Economics rechnet im Verlauf des Jahres mit einer weiteren Zinserhöhung von 0.25 Prozentpunkten.
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