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Joseph Deiss neu im BAK-Verwaltungsrat

25.05.2007

Schweizer Tourismus weiter im Hoch
Für das Sommerhalbjahr 2007 erwartet BAK Basel Economics eine Fortsetzung des positiven Trends im Schweizer Tourismus. Die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte rund 1.3 Prozent über dem Vorjahreswert liegen. Wachstumstreiber wird weiterhin die Nachfrage aus dem Ausland sein (+1.7%). Auch die Binnennachfrage dürfte dank der günstigen Konsumstimmung in der Schweiz weiter anwachsen. In fast allen Regionen ist mit einem robusten Wachstum über einem Prozent zu rechnen, einzig im Tessin dürften die hohen Übernachtungszahlen aus der Vorjahresperiode nicht mehr erreicht werden. Für das gesamte Tourismusjahr 2007 (Nov. 06 bis Okt. 07) wird mit einem Wachstum der Hotelübernachtungen von 2.5 Prozent gerechnet. Hauptgründe für das erfreuliche Wachstum sind die dynamische Konjunktur im In- und Ausland sowie die günstigen Wechselkursverhältnisse. Die mittelfristige Entwicklung im Schweizer Tourismus wird von der UEFA EURO 2008 geprägt. Insgesamt dürfte die Fussball-Europameisterschaft im Sommer 2008 eine Zusatznachfrage von rund 600'000 Hotelübernachtungen auslösen.

Deutlich gestiegene Produzenten- und Importpreise
Der Gesamtindex der Schweizer Produzenten- und Importpreise erhöhte sich nach Berechnungen des Bundesamt für Statistik (BFS) im April 2007 um 0.9 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte einen Stand von 106.8 Punkten (Basis Mai 2003 = 100). Durch den deutlichen Anstieg der Preise für Erdöl, Erdölprodukte, Metallprodukte und Maschinen erhöhten sich sowohl die Inland- als auch die Importpreise. Insgesamt lag das Preisniveau im April 2.6 Prozent höher als vor einem Jahr.

Markanter Beschäftigungsanstieg im sekundären Sektor
Gemäss der vierteljährlich vom BFS veröffentlichten Beschäftigungsstatistik (BESTA) erfuhr die Beschäftigtenzahl im ersten Quartal 2007 zum dritten Mal in Folge einen weiteren Wachstumsschub (+1.8% innert Jahresfrist). Der sekundäre Sektor (+3.2%) legte deutlich stärker zu als der tertiäre Sektor (+1.2%). Im sekundären Sektor registrierten die Branchen „Baugewerbe“ (+2.9%) und „Herstellung von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten, Uhren“ (+9.4%) den höchsten Beschäftigungsanstieg. Im tertiären Sektor entwickelte sich die Beschäftigung in den Branchen „Immobilien, Vermietung, Informatik, F&E“ (+3.1%) und „Kredit- und Versicherungsgewerbe“ (+5.0%) besonders dynamisch. Die in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren der BESTA weisen auf eine Fortsetzung des Wachstums in den nächsten Monaten hin: Der Index der offenen Stellen ist weiter gestiegen (+25% gegenüber dem 1. Quartal 2006) und der Indikatorwert der Beschäftigungsaussichten notierte 1.1 Punkte höher. Für das Gesamtjahr 2007 rechnet BAK Basel Economics dementsprechend mit einer Zunahme der Erwerbstätigenzahl um 1.8 Prozent.

Anzahl Konkurse 2006 stabil
In der Schweiz wurden nach den jüngsten Ergebnissen der Betreibungs- und Konkursstatistik des BFS in 2006 10'700 Konkursverfahren eröffnet, was in exakt dem Vorjahreswert entspricht. Damit blieb die Zahl im Vergleich zu 2005 stabil. Die aus Konkursverfahren entstandenen Verluste fielen jedoch deutlich tiefer aus als 2005 (-32%) und beliefen sich auf rund drei Milliarden Franken.

Deutschland: Kräftiger Anstieg der Erwerbstätigenzahl
Gemäss der Mitteilung des deutschen Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen zum Jahresanfang 2007 so stark gestiegen wie seit sieben Jahren nicht mehr. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Erwerbstätigkeit im ersten Quartal 2007 um deutlich über eine halbe Millionen Personen (+1.5%) an. Der Aufwärtstrend ist hauptsächlich dem Wirtschaftsboom und dem milden Wetter zum Jahresanfang zu verdanken. Die Dienstleister erzielten mit 1.7 Prozent abermals den stärksten Zuwachs gegenüber Vorjahr. Im Baugewerbe beschleunigte sich das Wachstum auf 3.3 Prozent. In der Industrie gab es zudem erstmals seit 2001 wieder mehr Beschäftigte (+0.5%). BAK Basel Economics geht für 2007 insgesamt von einem Anstieg der Erwerbstätigenzahl um 0.9 Prozent aus. Dabei wirkt sich der zunehmende Fachkräftemangel spürbar bremsend aus.

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