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Kommentar zur Woche 44

02.11.2007

Schweizer Logiernächte: +3.1% in der Wintersaison 07/08…
Die Schweizer Tourismuswirtschaft läuft weiterhin auf Hochtouren. In der kommenden Wintersaison (November 2007 bis April 2008) dürfte sich die ausgezeichnete Wachstumsdynamik der letzten beiden Saisons fortsetzen. Die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte um 3.1 Prozent ansteigen und damit die historische Rekordmarke von 16 Millionen übertreffen. Die Zahl der Hotelübernachtungen der ausländischen Gäste wird dank der günstigen konjunkturellen Lage und als Folge des im Vergleich zum Euro schwachen Franken deutlich zulegen (+3.9%). Auch die inländische Nachfrage dürfte dank der günstigen Konsumentenstimmung und Arbeitsmarktlage erfreulich verlaufen (+1.8%).

…+4% im Tourismusjahr 2008
Das Tourismusjahr 2008 wird geprägt durch die in der Schweiz und Österreich stattfindende Fussballeuropameisterschaft. Sie wird im Sommer 2008 zu einer Zusatznachfrage von rund einer halben Million Hotelübernachtungen führen und damit die ausländische Nachfrage auch im nächsten Sommer beflügeln. Für das gesamte Tourismusjahr 2008 (Nov. 2007 - Okt. 2008) erwartet BAK Basel Economics eine Zunahme der Zahl der Hotelübernachtungen um 4 Prozent. Das Wegfallen der Sondereffekte der EURO 08 aber auch die leicht abgeschwächte konjunkturelle Dynamik und die erwartete Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro dürfe 2009 zu einem leichten Rückgang der Tourismusnachfrage führen (-0.4%).

CH-Inflation Oktober 2007: +0.9%
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Oktober 2007 einen Anstieg um 0.9 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 101.9 Punkten. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 1.3 Prozent. Damit resultierte im Berichtsmonat die höchste Jahresteuerung seit August 2006. BAK Basel Economics prognostiziert für das laufende Jahr eine durchschnittliche Inflationsrate von 0.6 Prozent und für 2008 eine leichte Zunahme auf 1.1 Prozent.

Arbeitslosenquote der Eurozone auf 7.3% gesunken
Gemäss Eurostat lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Eurozone (EZ13) im September 2007 bei 7.3 Prozent, gegenüber 7.4 Prozent im August. Im September 2006 betrug sie 8.1 Prozent. In der EU27 lag die Arbeitslosenquote im September 2007 bei 7.0 Prozent, gegenüber 7.1 Prozent im August. Im September 2006 hatte sie 8.0 Prozent betragen. Die niedrigsten Quoten verzeichneten im September 2007 die Niederlande (3.1%) und Dänemark (3.3% im August 2007). Die höchsten Arbeitslosenquoten meldeten die Slowakei (11.1%) und Polen (8.8%). In Deutschland betrug die saisonbereinigte Arbeitslosenquote 8.1 Prozent. BAK Basel Economics erwartet 2008 ein weiteres Absinken der Arbeitslosenquote in der Eurozone auf durchschnittlich 6.9 Prozent.

US-BIP drittes Quartal 2007: +3.9%
Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal deutlich stärker als erwartet gewachsen. Wie das US-Handelsministerium mitteilte ist das Bruttoinlandsprodukt 3.9 Prozent gestiegen. Der Wachstumsschub im dritten Quartal kam den Angaben zufolge vor allem vom privaten Verbrauch. Die Konsumausgaben, die für zwei Drittel des Wachstums der US-Wirtschaft verantwortlich sind, stiegen den Angaben zufolge im dritten Vierteljahr kräftig um 3.0 Prozent. Die Exporte legten im dritten Quartal um 16.2 Prozent zu, während sich die Importe um 5.2 Prozent erhöhten. Die Staatsausgaben stiegen um 3.7 Prozent. Trotzt den erfreulichen Resultaten für das dritte Quartal geht BAK Basel Economics davon aus, dass sich die US-Wirtschaft übers Gesamtjahr 2007 und 2008 unter ihrem Potentialwachstum entwickeln wird.

US-Inflation drittes Quartal 2007: +1.8%
Die Kernrate des US-Verbraucherpreisindex erhöhte sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1.8 Prozent. Im zweiten Quartal hatte die Kernrate um 1.4 Prozent zugelegt. BAK Basel Economics erwartet in den USA 2007 eine durchschnittliche Inflation von 2.8 Prozent und 2008 2.6 Prozent.

Bauausgaben USA im September 2007: +0.3%
In den USA sind die Bauausgaben im September überraschend gestiegen. Gemäss dem US-Handelsministerium sind die Ausgaben um 0.3 Prozent zum Vormonat geklettert. Der Wert für den Vormonat August wurde unterdessen nach unten revidiert. Die Bauausgaben sind um 0.2 Prozent gesunken. In der Erstschätzung war noch ein Anstieg von 0.2 Prozent ausgewiesen worden.

Ausgaben der US-Privathaushalte September 2007: +0.3%
Gemäss dem US-Handelsministerium sind in den USA die Ausgaben privater Haushalte im Vergleich zum Vormonat um 0.3 Prozent geklettert. BAK Basel Economics erwartet in den USA eine Verlangsamung des Wachstums des privaten Konsums von durchschnittlich 3.0 Prozent 2007 auf 2.7 Prozent 2008

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